Unsere Segelyacht, eine Sun Odyssey 43, hieß Roma und machte mit ca. 8 Knoten gute Fahrt. Es war der erste Tag unseres Törns und alle waren von Wind, Wetter und dem schönen Schiff begeistert. Um 12.15 Uhr befanden wir uns auf 41Grad, 10 Minuten Nord und 009 Grad 31,5 Minuten Ost etwa eine Seemeile südlich der Isolotti dei Monaci. Als Dieter uns zurief, dass da jemand vor uns mitten im Wasser treibt, hielt ich das erst für einen Scherz oder einen Irrtum. Wir hatten schon genug Tribgut gesehen. Andreas, unser Skipper, reagierte sofort. Motor an, Segel bergen und Kurs wechseln: Das war in kürzester Zeit geschehen. Mittlerweile konnten wir es alle sehen: Ein Mann im Neoprenanzug gab mit seinen gelben Flossen ein weit sichtbares Seenotzeichen. 2,5 Seemeilen von der nächsten größeren Insel entfernt, wurde er von Wind und Strömung Richtung Ost-Südost auf das Meer getrieben. Schnell waren wir bei ihm und konnten ihn über die Badeplattform bergen. Der Mann war völlig fertig. Heiße Getränke und Schokolade brachten ihn soweit wieder auf Deck, dass er uns auf englisch und italienisch erzählen konnte, was passiert war. Er war unter Wasser durch die Strömung von seinem Tauchpartner getrennt worden. Warum er außer einem Neoprenanzug und seinen Flossen keine weitere Tauchausrüstung hatte, konnte er uns nicht erklären. Er deutete auf ein ca. eine Seemeile entferntes Schlauchboot,
in dem er seine Leute von der Tauchbasis vermutete. Das waren sie auch. Es stellt sich nur heraus, dass sein Tauchpartner auch noch vermisst wurde. Unsere Nachfrage, ob die Küstenwacht informiert und eine Rettungaktion eingeleitet sei, wurde verneint. Unser Skipper entschied, dass wir in diesem Falle den Seebereich nicht verlassen könnten, sondern nach dem zweiten Mann suchen müssten. Nachdem wir den von uns Geretteten in der Obhut seiner Freunde im Schlauchboot zurückgelassen hatten, machten wir uns auf die Suche. In etwa um 13.00 Uhr hörte ich eine hohes Pfeifen, glaubt aber erst an ein Windgeräusch in den Wanten. Als ich die anderen Crewmitglieder aufmerksam macht, hörten sie den gleichen Ton. Wir änderten den Kurs in Richtung des Pfeiftons und sahen nach kurzer Zeit ein Leuchtzeichen und dann eine rote Rettungsboje mit einem Taucher.
Der war aber mit Rettungsweste und Flaschen bestens ausgerüstet und sah nicht so entkräftet aus wie sein Kollege, den wir als ersten aus dem Wasser gezogen hatten. Seine Bergung über die Badeplattform gestaltete sich trotzdem nicht ganz einfach, da wir ihn mit seiner ganzen Ausrüstung an Bord holen mussten. Obwohl er auch schon eine Weile im Wasser gelegen haben musste, war der Mann fit. Er sprach im wesentlichen nur italienisch und erzählte eine noch verworrenere aber andere Geschichte als sein Kollege. Da kam uns das Schiff der Guardia Costiera gerade recht, das auf uns zusteuerte. Nach einem kurzen Wortwechsel zwischen unserem Taucher und den Männern von der Guardia Costiera drehten die aber wieder ab und überließen uns unserem Schicksal. Offensichtlich hatten sie aber per Telefonino das Schlauchboot der Tauchbasis informiert, das in einem ganz anderen Bereich gesucht hatte. Wenn wir nun gedacht hatten, die Rückkehr des zweiten Tauchers zu seiner Tauchcrew würde eine große Freude auslösen und wir würden zusammen ein großes Rettungsfest feiern,
hatten wir uns getäuscht. Als wir uns dem Schlauboot ca. 10 Meter genähert hatten, begann eine große Schreierei mit extrem unfreundlichen Worten und Ausdrücken zwischen unserem Taucher und der restlichen Besatzung des Schlauchboots. Niemand wollte uns erklären, worum es ging. Unser geretteter zweiter Gast verabschiedete sich mit einem kurzen "Grazie", das Schlauchboot wendete und verschwand. Obwohl wir uns um unser Rettungsfest geprellt fühlten, nahmen wir Kurs auf Bonifacio und kamen da noch bei gutem Licht an.
in dem er seine Leute von der Tauchbasis vermutete. Das waren sie auch. Es stellt sich nur heraus, dass sein Tauchpartner auch noch vermisst wurde. Unsere Nachfrage, ob die Küstenwacht informiert und eine Rettungaktion eingeleitet sei, wurde verneint. Unser Skipper entschied, dass wir in diesem Falle den Seebereich nicht verlassen könnten, sondern nach dem zweiten Mann suchen müssten. Nachdem wir den von uns Geretteten in der Obhut seiner Freunde im Schlauchboot zurückgelassen hatten, machten wir uns auf die Suche. In etwa um 13.00 Uhr hörte ich eine hohes Pfeifen, glaubt aber erst an ein Windgeräusch in den Wanten. Als ich die anderen Crewmitglieder aufmerksam macht, hörten sie den gleichen Ton. Wir änderten den Kurs in Richtung des Pfeiftons und sahen nach kurzer Zeit ein Leuchtzeichen und dann eine rote Rettungsboje mit einem Taucher.
Der war aber mit Rettungsweste und Flaschen bestens ausgerüstet und sah nicht so entkräftet aus wie sein Kollege, den wir als ersten aus dem Wasser gezogen hatten. Seine Bergung über die Badeplattform gestaltete sich trotzdem nicht ganz einfach, da wir ihn mit seiner ganzen Ausrüstung an Bord holen mussten. Obwohl er auch schon eine Weile im Wasser gelegen haben musste, war der Mann fit. Er sprach im wesentlichen nur italienisch und erzählte eine noch verworrenere aber andere Geschichte als sein Kollege. Da kam uns das Schiff der Guardia Costiera gerade recht, das auf uns zusteuerte. Nach einem kurzen Wortwechsel zwischen unserem Taucher und den Männern von der Guardia Costiera drehten die aber wieder ab und überließen uns unserem Schicksal. Offensichtlich hatten sie aber per Telefonino das Schlauchboot der Tauchbasis informiert, das in einem ganz anderen Bereich gesucht hatte. Wenn wir nun gedacht hatten, die Rückkehr des zweiten Tauchers zu seiner Tauchcrew würde eine große Freude auslösen und wir würden zusammen ein großes Rettungsfest feiern,
hatten wir uns getäuscht. Als wir uns dem Schlauboot ca. 10 Meter genähert hatten, begann eine große Schreierei mit extrem unfreundlichen Worten und Ausdrücken zwischen unserem Taucher und der restlichen Besatzung des Schlauchboots. Niemand wollte uns erklären, worum es ging. Unser geretteter zweiter Gast verabschiedete sich mit einem kurzen "Grazie", das Schlauchboot wendete und verschwand. Obwohl wir uns um unser Rettungsfest geprellt fühlten, nahmen wir Kurs auf Bonifacio und kamen da noch bei gutem Licht an.Vielen Dank an Clemens für die schönen Fotos!

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen