Aber jetzt ist es die Verwaltung des Naturschutzgebietes Toskanischer Archipel, die dem Hafenamt die tagtägliche Verwaltung des Überwachungssystems übertragen hat. Der Präsident des Naturschutzgebietes Mario Tozzi erklärt, dass das System geplant und finanziert wurde, um die Illegale Fischerei zu unterbinden. Und in der Tat hat die Guardia Costiera in den letzten Monaten zahlreiche Fischernetze in verbotenen Gebieten beschlagnahmt. „Heute können die illegalen Fischer nicht mehr mit dem angeben, was sie tun, weil sie nirgendwo mehr hinfahren können, ohne vom Radar gesehen zu werden“ erläutert Tozzi. Selbst in einem kleinen Boot von 5 Metern Länge können sie verfolgt werden, wenn sie einmal aufgespürt wurden. Das Radarsystem sieht sie und die Motorboote der Guardia
Costiera erledigen den Rest.Der Hauptzweck ist zwar die die Bekämpfung des illegalen Fischfangs, aber das große Auge dient auch der Umweltsicherheit in der Region. Zusammen mit dem AIS-System, das für alle größeren Schiffe die Position, Größe und viele andere Daten bereithält, können Umweltsünder aufgespürt werden. Wenn zum Beispiel zwischen Pianosa und Monte Christo eine Umweltverschmutzung stattfindet, kann das Superradarsystem auch die Schiffe aufspüren, die mit abgeschaltetem AIS fahren. Die könnten ja etwas zu verbergen haben und werden von den Schnellbooten des Küstenschutzes gefunden und kontrolliert.
Die Frage, ob dieses System bei einer möglichen Wiedereröffnung des Gefängnisses auf der Insel, über die zur Zeit in der Toskana heftig diskutiert wird, die Kontrolle über die Insel übernehmen wird, wird von den Verantwortlichen des Naturschutzgebietes verneint, weil die Verwaltung des Naturschutzgebietes zustimmen müsste, dies aber nicht tun wird.

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