Montag, 6. September 2010

Der "Fischmensch" schwimmt von Gianutri bis Gorgona

Il Tirreno nennt den Triathleten Alessandro Bossi einen "Fischmenschen" . Seit dem ersten September 2010 schwimmt er im toskanischen Archipel von Insel zu Insel. Vor Wellen, Wind, Quallen und Haien fürchtet er sich nicht - aber mit der Verwaltung des Naturschutzgebietes des Archipels hat er so seine Probleme. Die Küsten von Pianosa, Gianutri, Montecristo und Gorgona darf er wie alle anderen Touristen nicht betreten und muss in einem Begleitboot übernachten. Bossini ist schon zu vielen anderen Inseln geschwommen und rechnet für seinen ca. 200 km langen Trip mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von vier Kilometer pro Stunde. Seine weiteste Etappe von Giglio nach Montecristo beträgt 55 km, sollte also in ca. 14 Stunden zu schaffen sein. Die letzte Etappe von Capraia nach Gorgona sind dann noch einmal 45 km. Um nicht die Richtung zu verlieren bentzt Bossini ein GPS-Gerät. Inzwischen ist er in Capraia eingetroffen und schwimmt am Montag, dem 6. 9. 2010 die Etappe nach Gorgona. Er will dabei nicht unbedingt allein sein. Alle, die es wollen können mit ihm mitschwimmen. Viele Freunde sind z. B. in Giglio mit ihm mitgeschwommen oder haben ihn auf einer der Inseln ins Ziel begleitet.

Freitag, 3. September 2010

Europa setzt auf den Schiefen Turm, um den Tourismus zu beleben

Der Schiefe Turm von Pisa wird das Symbol einer Wiederbelebung des Tourismus in Europa. Zusammen mit dem Eiffelturm in Paris und der Tower Bridge in London soll er zum Banner eines neu gestalteten Tourismusmarketing in Europa werden. Der Bürgermeister Pisas sieht darin eine besondere Chance für die ganze Toscana. Die drei Türme sollen den Touristen aus aller Welt als besondere Beispiele von Kunst, Kultur und Architektur in Europa nahe gebracht werden. Die Länder der Europäischen Union haben unter anderem wegen des Vulkanausbruchs in Island einen Rückgang der Touristen aus Übersee hinnehmen müssen. Deshalb will die EU eine Initiative zur Förderung des Zustroms von Touristen aus den USA und Asien, besonders China und Japan, starten. Natürlich ist Pisa stolz, im Zusammen hang mit den großen Metropolen Paris und London im Zusammenhang dieser Initiative einen wichtigen Beitrag zu leisten. Die drei Türme sollen als Symbol des Alten Europa vorgestellt werden, die in Russland, China, Indien und Brasilien nicht übersehen werden können und die Touristen dieser Länder nach Europa locken sollen. Für Pisa ist diese Initiative von besonderem Interesse, da schon länger mit China über die Eröffnung einer direkten Fluglinie von Schanghai nach Pisa verhandelt wird.

Der Schiefe Turm ist mit seinen 15 Tausend Tonnen Marmor zwar der älteste der drei Türme, ist aber mit seiner Höhe von 56 Metern dem Eiffelturm weit unterlegen. Auch die Besucherzahlen, die beim Eiffelturm in die Millionen gehen sind mit 400 Tausend Besuchern pro Jahr auf dem Schiefen Turm eher bescheiden. Dafür ist er aber der teuerste: 17 Euro Eintritt im Gegensatz zu 8 und Euro in Paris und London. Quelle: Il Tirreno